Archiv der Kategorie: Aktionen

Aktivitäten von und mit der Tierhilfe

Olaf, das Weihnachtswunder!

An Weihnachten gehört es für viele noch immer zur Tradition, sich einen Braten zu „gönnen“. Beim „Fest der Liebe“ werden oft manche vergessen – die Tiere! Auch Kaninchen kommen in Form eines „Hasenbratens“ gern mit Kloß und Rotkraut auf den Teller.
Auch Olaf und drei seiner Artgenossen hätte dieses Schicksal um ein Haar ereilt, denn ihr Züchter hatte beschlossen, seinen Bestand der Rasse „Weiße Wiener“ aufzugeben. Ernsthaft hatte er sie, obwohl sie nur zu den mittelgroßen Rassen gehören, zur Schlachtung angeboten. Eines der Tiere war offensichtlich krank und so wurde Kerstin Zeitler, die auch als Pflegestelle für uns tätig ist, auf den Fall aufmerksam.
Die Kaninchen konnten von ihr herausgeholt werden und so kam Olaf heute zu Stefanie Lippold, die sich als Pflegestelle um ihn kümmern wird, bis wir ein Zuhause für ihn finden.
Die Bilder sprechen für sich, denn obwohl Olaf bisher in trauriger Einzel-Buchtenhaltung leben musste, ist er menschenbezogen und liebebedürftig. Als würde er spüren, dass er buchstäblich in letzter Sekunde dem Tod entkam.
In einiger Zeit wünschen wir uns für Olaf natürlich dann ein wunderschönes Zuhause mit viel Auslauf und mindestens einem Artgenossen zum Kuscheln und Herumtoben! Anfragen nehmen wir auch gerne schon an, jedoch wird vor Weihnachten kein Tier mehr von uns vermittelt, denn selbstverständlich sind diese keine Geschenke und Olaf muss sowieso erst noch die Quarantänezeit durchlaufen, geimpft und kastriert werden.
Jetzt darf er erst mal sein erstes Weihnachtsfest in Sicherheit verbringen und bekommt von seiner Pflege-Mama sicher eine Extra-Karotte und ein paar Erbsenflocken zur Feier des Tages!

Ein Licht der Hoffnung

Am Samstag, 16. Dezember 2017, beteiligten wir uns in Pegnitz an der Mahnwache, die im Rahmen des bundesweiten Mahnwachen-Aktionstags „Ein Licht der Hoffnung“ stattfand.
Dabei gedachten wir der Tiere, die vor allem zu Weihnachten ihr Leben für uns lassen müssen – ob in den Schlachthäusern, für Pelz, Leder usw. oder denen, die auf den Straßen bei uns und anderswo sterben, weil niemand sich um sie kümmert. 

Danke für Erlös am Andreasmarkt und Spenden!

Es ist überwältigend, was grad passiert – vielleicht liegt es an Weihnachten? Eine Welle der Spendenbereitschaft überrollt uns, so dass wir uns gar nicht namentlich bei allen bedanken können.
Zum einen erreichten uns in den letzten Tagen per PayPal und über das Bankkonto einige Geldspenden, auch speziell für unsere Tiere aus dem Amberg-Transport und um die Tierarztkosten für diese zu decken.
Über unsere Amazon-Wunschliste haben wir viele wichtige Sachspenden erhalten, die wir  zum Teil dringend benötigen, u. a. einen Kescher, eine neue Lebendfalle usw.
Darüber hinaus haben sich immer wieder freundliche Menschen gemeldet, die uns große und kleine Dinge vorbei gebracht haben, die wir für unsere Pflegestellen gut brauchen können, wie Einstreu, Futter und diverses Zubehör.
Am vergangenen Sonntag konnten wir beim Verkauf an unserem Stand am Weidenberger Andreasmarkt einen Rekorderlös erzielen.
Wir danken jedem einzelnen Unterstützer von Herzen im Namen unserer Tiere und wünschen allen eine friedliche Vorweihnachtszeit!

Weihnachtsmärkte der Tierheime Hersbruck und Feucht

Nach ihren Sommerfesten haben nun die ersten Tierheime begonnen, auch Weihnachtsfeiern und Adventsnachmittage zu organisieren und ihre Räumlichkeiten für Interessierte zu öffnen. Gern besuchen wir immer befreundete Organisationen und knüpfen auch neue Kontakt, weshalb wir am Sonntag, 26. November 2017, quasi „Tierheim-Hopping“ betrieben und uns zunächst ins Tierheim Hersbruck aufgemacht haben, von dort dann weiter ins Tierheim nach Feucht gefahren sind. Beide Tierheime hatten, wie wir, kürzlich auch Kleintiere aus dem Amberg-Notfall aufgenommen.

In Feucht genossen wir die Atmosphäre des Weihnachtsmarktes und nutzten die Gelegenheit, uns ausgiebig im gesamten Areal umzuschauen. Die sehr netten Mitarbeiter machten uns auch der stellvertretenden Tierheimleiterin Gitta Teufel bekannt, die uns durch den Hunde-Bereich führte.
Es war uns ebenfalls eine Freude, Christian Motzel von der „Kaninchen-Hoffnung“ wieder zu treffen, der mit seiner Organisation ehrenamtlich dort tätig ist. Er zeigte uns den großzügigen und vorbildlichen Kleintier-Bereich des Tierheims mit den Quarantäne-Käfigen, die gerade jetzt duch die vielen Notfälle alle belegt sind.

 

Zweiter Hilfs-Einsatz im Tierheim Amberg

Statt Halloween zu feiern, waren wir am 31. Oktober 2017 nochmals mit vier Leuten einen Tag lang im Tierheim Amberg, um die Mitarbeiter zu unterstützen, die dort Unglaubliches leisten! Ein Großteil der über 7000 Tiere aus dem beschlagnahmten Massentransport ist inzwischen zwar auf andere Tierheime und Organisationen des Deutschen Tierschutzbundes verteilt, doch sind noch immer mehrere tausend Mäuse verblieben, die dort täglich zu versorgen sind.

Wir halfen dabei, gespendete Käfige herzurichten und Mäuse aus den großen Gehegen in kleinere Gruppen aufzuteilen.

Auch durften wir bei der Reinigung der Kaninchengehege mitmachen. Die Haltung der Kaninchen in Amberg ist für ein Tierheim vorbildlich. Vermittlung erfolgt, wie bei uns, nur nach Vorkontrolle und in Gehegehaltung.

Hilfsaktion fürs Tierheim Amberg

Wir kehrten am Abend des 22. Oktobers spät heim nach einem Tag voller tief bewegender Eindrücke! Mit drei Leuten durften wir das Tierheim Amberg besuchen, wo letztes Wochenende der Massentransport mit über 7000 Kleintieren aufgenommen wurde. Was die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer dort seither leisten, ist unermesslich! Dabei geschieht dort alles in ruhiger und freundlicher Atmosphäre, als wäre ein Fall diesen Ausmaßes alltäglich. Erst, wenn man sich wie wir selbst ein Bild gemacht hat, kann man erahnen, was dort passiert! Dabei wurde ein Großteil der Tiere bereits auf andere Tierheime umverteilt.

Wir konnten heute in Amberg nur einen winzigen Beitrag leisten, haben einige der gespendeten Käfige mit hergerichtet, beim Verteilen der Ratten und Mäuse geholfen und dabei ein paar der schlimmsten Fälle der noch vorhandenen Tiere separiert, um sie später mitzunehmen.
Derzeit werden die Tiere nur an Tierheime und Vereine abgegeben, die, wie wir, Mitglied des Deutschen Tierschutzbundes sind. Auch sind sie behördlich noch nicht frei gegeben.

Wir haben schließlich 10 der Ratten für unsere Pflegestelle bei Krissy Müller mitgenommen, die aufgrund ihrer eigenen Ratten-Notstation erfahen genug ist, die teils kranken und auch trächtigen Tiere entsprechend zu versorgen.
Auch eine hochträchtige Mäusemama durfte mit uns kommen und kann auf unserer Pflegestelle in Ruhe ihre Babys bekommen. In der stressvollen Enge der Käfige dort, hätten die Kleinen mit Sicherheit keine Überlebenschance gehabt.

Die Spendenbereitschaft für das Tierheim Amberg nach dem Notfall war enorm, mit Rattenfutter beispielsweise ist man dort derzeit gut versorgt. Was jedoch dringend noch benötigt sind Mäusefutter und -käfige (mit kleinem Gitterabstand oder Nagarien). Wer hier noch helfen kann, bitte direkt mit dem Tierheim in Verbindung setzen.
Ansonsten freuen auch wir uns über eine Geldspende, um unsere neuen Pfleglinge versorgen und auf eine Vermittlung vorbereiten zu können. Auf unserer Amazon-Wunschliste findet man auch Zubehör und Spezialfutter, was wir dringend benötigen. Wir danken allen, die mit helfen, dass auch die Kleinsten adäquat versorgt werden!

 

Hamster-Großeinsatz

Kürzlich erreichte uns die Anfrage von Eva Rogler unseres befreundeten Tierheims in Selb, ob wir bei einem besonderen Fall helfen könnten. Im Juli diesen Jahres hatte das Kreisveterinäramt Troisdorf bei Köln über 3000 Hamster und 200 Vögel aus einem illegalen Transport beschlagnahmt, die in der Folge an Hilfsstationen deutschlandweit verteilt werden musten. Einige hundert Hamster kamen ins Mäusea-Asyl nach Dachau, von wo aus das Tierheim Selb welche aufnehmen und vermitteln wollte.
Natürlich sagten wir zu, hier zu unterstützen und starteten einen Aufruf. Vier Endstellen für die kleinen Nager konnten wir in kurzer Zeit finden und zwei Pflegestellen zur Verfügung stellen.
Zu aller Tragik kam in der Zwischenzeit noch der Mega-Notfall mit über 7000 beschlagnahmten Tieren in Amberg dazu, auch hier heißt es, Zusammenhalt im Tierschutz zu signalisieren und Hilfe bereit zu stellen. Durch die Übernahme von Kleintieren auf unseren Pflegestellen und Vermittlungshilfe können wir die beteiligten Tierheime wenigstens ein kleines Stück entlasten.
Am Donnerstag, 19. Oktober 2017, war es so weit, der Hamster-Transport setzte sich in Bewegung und Eva Rogler fuhr mit insgesamt 15 Tieren von München nach Selb. In Bayreuth hatten wir die Übergabe unserer Hamster vereinbart. Die kleinen Dsungaren-Hybriden, allesamt Weibchen, hatten die Fahrt bis dahin gut überstanden und wurden von ihren neuen Besitzerinnen sowie den Pflegestellenbetreuerinnen schon in Empfang genommen. Sogar ein Pressefotograf begleitete die Aktion, da der Nordbayerische Kurier nächste Woche darüber berichten möchte.
Unsere beiden Vermittlungstiere werden in Kürze auf unserer Vermittlungsseite vorgestellt und können dann nach Absprache auf den Pflegestellen kennengelernt werden.

 

Große Katzenfang- und -kastrationsaktion

Am 26.09.2017 wurden wir zu einer alleinstehenden Gaststätte im Landkreis Bayreuth gerufen. Dort wurden schon seit mehreren Wochen Streunerkatzen angefüttert, um eine Fangaktion zu erleichtern. Die Katzen wurden mit Futter in einen Raum im Keller gelockt, wo unsere ehrenamtlichen Helfer sie, mit Hilfe von Keschern und kratz- und beißfesten Handschuhen sichern konnten. Insgesamt wurden 10 Katzen gefangen, davon 4 Kitten im Alter von 6 – 10 Wochen (die nun auf unseren Pflegestellen untergebracht werden und auf neue Dosenöffner warten) und 6 ältere und sehr verwilderte Tiere, die nach Kastration und notwendiger tierärztlicher Versorgung, wieder auf der Futterstelle ausgesetzt werden.

Leider ist diese nicht die einzige unserer Fangaktionen in diesem Sommer, ähnliche mit zum Teil sogar mehr Katzen sind am Laufen, oft werden wir zu einzelnen Fundtieren oder Muttertieren mit Kitten gerufen.

10-Jahres-Feier am 17. September 2017 in Troschenreuth

Um das Feuerwehrhaus im idyllischen Troschenreuth bei Emtmannsberg herrschte an diesem Sonntag Ausnahmezustand. Das gesamte Areal war erfüllt mit Zelten und Pavillons für die Info-Stände der Tierschutz-Organisationen und die große Tombola, der Essenswagen war platziert und das Kastrationsmobil der Timmy-Stiftung hatte seinen Platz gegenüber eingenommen. Unter den Bäumen am angrenzenden Kinderspielplatz war die Spielstraße mit Kinderschminken, Erbsenklopfen, Kerzentauchen und vielen anderen Attraktionen für die Kleinen aufgebaut. Auch die Ponys vom benachbarten Gottelhof waren für einige Stunden mit ihren Betreuerinnen zu Gast.

Wochenlang hatte der Festausschuss, bestehend aus dem 1. Vorsitzenden Harald Hahnefeld, Klaus und Nadine Strobel, Ulli Steinhäußer sowie Bettina Granegger immer wieder zusammengesessen, um das Konzept der Veranstaltung auszuarbeiten. Kooperationspartner waren kontaktiert, die Einkaufs- und Arbeitsliste erstellt und schließlich versucht worden, möglichst viele Helfer und Unterstützer zu finden, die sich beteiligten. Über 3000 Flyer waren zu verteilen, hunderte Plakate aufzuhängen, denn „wer nicht wirbt, der stirbt“. So wurden Tierärzte und -heime, befreundete Tierschutzorganisationen, Pflegestellen, Spender und Tierfreunde, die von uns je ein Tier adoptiert hatten, einzeln per E-Mail eingeladen. Auch besuchten wir Tierheime und Gnadenhöfe auf deren Veranstaltungen über den Sommer, waren dabei unter anderem in Plauen, Kronach, Gößweinstein, Pfaffengrün und Hof. In Bayreuth, Selb und Kulmbach hatten wir sogar einen kleinen Info-Stand. Eine für uns wichtige Geste, um persönlichen Kontakt herzustellen und auszubauen. Deshalb freute es uns besonders, dass einige dieser Tierschutz-Partner im Gegenzug auch unser Fest besuchten.

Am Tag vor der 10-Jahres-Feier widmete sich ein Teil des Helfer-Teams dem Aufbau der Zelte, der Kuchentheke sowie der gesamten Gestaltung des Außenbereichs, während in der Küche des Feuerwehrhauses „das große Schnippeln“ begann. Wir bereiteten je zwei Maxi-Töpfe Kürbissuppe sowie Chili non Carne zu, für das wir später auch viel Lob erhalten sollten. Am Fest selbst jedenfalls bildeten die insgesamt über 400 Gäste über den Tag oft lange Schlangen an unserem Food Truck und am Kuchen-Buffet, das Dank vieler fleißiger Spender reichlich gefüllt war.

Harald Hahnefeld eröffnete die Veranstaltung offiziell gegen Mittag mit einigen Dankworten an alle, die an diesem Tag aktiv mit wirkten, einige Mitglieder der Tierhilfe Weidenberg sowie Freunde und Verwandte dieser. Als er Anfang des Jahres den Vorschlag zu einer 10-Jahres-Feier gemacht hatte, so der 1. Vorsitzende, sei vom Schatzmeister der Einwand gekommen, nie würde man sich so etwas leisten und stemmen können. Den Gegenbeweis habe man heute angetreten.

Auch Bürgermeister Thomas Kreil, Schirmherr der Veranstaltung, sprach ein paar Worte und übergab eine persönliche Spende. Einige Wochen zuvor hatte er öffentlich in der Presse bekundet, in seiner Gemeinde Emtmannsberg die Kastrationspflicht für Katzen einführen zu wollen. Mit dieser Entscheidung ist er Vorreiter für andere und politisches Vorbild im Tierschutz. Claudia Langmeyer vom Verein „Menschen für Tierrechte Bayreuth e. V.“ überreichte einen symbolischen Scheck in Höhe von 500,-, mit dem ihre Organisation die Tierhilfe Weidenberg ein weiteres Mal bei ihrer Arbeit unterstützen und die gute Zusammenarbeit der beiden Vereine verdeutlichen möchte.

DJ Hoss aus Plauen sorgte durchweg in einem der Zelte für angenehme musikalische Unterhaltung und um 14:00 Uhr unterhielten die beiden Breakdancer der „Burnin‘ Steps“ das Publikum mit ihrer Präsentation im herrlichen Herbstsonnenschein.

Letztlich wurden all unsere Mühen und das große Durchhaltevermögen mit dieser 10-Jahres-Feier mehr als belohnt. Die Gäste gingen mit einem guten Gefühl nach Hause, hatten köstlich gegessen und getrunken, viele hatten tolle Tombolapreise gewonnen und sich an den Ständen über aktuelle Tierschutzthemen informiert. Einige hatten sogar eines unserer Stofftiere aus dem Käfig befreit und viele der Kinder hatten sich schminken lassen oder eine Wachskerze angefertigt.

Der Tag war für uns und alle Beteiligten erfüllt mit vielen neuen Eindrücken und Begegnungen. Letztlich konnten wir mit dem Erlös auch ein dickes Plus in die Kasse erwirtschaften, mit dem wir wieder vielen Tieren helfen werden.

Würde man versuchen, jedem einzelnen zu danken, würde man doch jemanden vergessen und es wäre peinlich oder kränkend. Daher sprechen wir den Dank einfach pauschal an alle aus, die sich, in welcher Form auch immer, an unserer 10-Jahres-Feier beteiligt haben und uns auch sonst unterstützen! Wir wissen es zu schätzen!