Alle Beiträge von Tierhilfe Weidenberg

Danke für Erlös am Andreasmarkt und Spenden!

Es ist überwältigend, was grad passiert – vielleicht liegt es an Weihnachten? Eine Welle der Spendenbereitschaft überrollt uns, so dass wir uns gar nicht namentlich bei allen bedanken können.
Zum einen erreichten uns in den letzten Tagen per PayPal und über das Bankkonto einige Geldspenden, auch speziell für unsere Tiere aus dem Amberg-Transport und um die Tierarztkosten für diese zu decken.
Über unsere Amazon-Wunschliste haben wir viele wichtige Sachspenden erhalten, die wir  zum Teil dringend benötigen, u. a. einen Kescher, eine neue Lebendfalle usw.
Darüber hinaus haben sich immer wieder freundliche Menschen gemeldet, die uns große und kleine Dinge vorbei gebracht haben, die wir für unsere Pflegestellen gut brauchen können, wie Einstreu, Futter und diverses Zubehör.
Am vergangenen Sonntag konnten wir beim Verkauf an unserem Stand am Weidenberger Andreasmarkt einen Rekorderlös erzielen.
Wir danken jedem einzelnen Unterstützer von Herzen im Namen unserer Tiere und wünschen allen eine friedliche Vorweihnachtszeit!

Weihnachtsmärkte der Tierheime Hersbruck und Feucht

Nach ihren Sommerfesten haben nun die ersten Tierheime begonnen, auch Weihnachtsfeiern und Adventsnachmittage zu organisieren und ihre Räumlichkeiten für Interessierte zu öffnen. Gern besuchen wir immer befreundete Organisationen und knüpfen auch neue Kontakt, weshalb wir am Sonntag, 26. November 2017, quasi „Tierheim-Hopping“ betrieben und uns zunächst ins Tierheim Hersbruck aufgemacht haben, von dort dann weiter ins Tierheim nach Feucht gefahren sind. Beide Tierheime hatten, wie wir, kürzlich auch Kleintiere aus dem Amberg-Notfall aufgenommen.

In Feucht genossen wir die Atmosphäre des Weihnachtsmarktes und nutzten die Gelegenheit, uns ausgiebig im gesamten Areal umzuschauen. Die sehr netten Mitarbeiter machten uns auch der stellvertretenden Tierheimleiterin Gitta Teufel bekannt, die uns durch den Hunde-Bereich führte.
Es war uns ebenfalls eine Freude, Christian Motzel von der „Kaninchen-Hoffnung“ wieder zu treffen, der mit seiner Organisation ehrenamtlich dort tätig ist. Er zeigte uns den großzügigen und vorbildlichen Kleintier-Bereich des Tierheims mit den Quarantäne-Käfigen, die gerade jetzt duch die vielen Notfälle alle belegt sind.

 

Unser schüchterner Puxley

Unser Puxley stammt aus einer Fangaktion vom Herbst 2016 von einem Hof, der nicht mehr bewirtschaftet wurde. Insgesamt haben wir dort damals fünf Kitten im Alter von ca. 3 bis 4 Monaten aufgenommen und langsam sozialisiert.

Inzwischen ist Puxley ca. 15 Monate alt und auch etwas zutraulicher, Fremden gegenüber jedoch noch immer sehr schüchtern, was bisher eine Vermittlung nicht leicht gemacht hat. Wir hoffen, einen Menschen zu finden, der ihm das nötige Verständnis und Geduld entgegen bringt.

Puxley ist kastriert, tätowirt, geimpft und tätowiert. Vermittelt wird er, wie üblich, gegen Vorkontrolle und gegen eine Schutzgebühr mit Vertrag.

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Trauer um Vereins-Maskottchen Clara

Am Nachmittag des 3. November 2017 blieb die Zeit für unseren Verein für einen Moment stehen. Wir mussten uns von Clara verabschieden, die viel mehr war als nur unser Maskottchen.
Vor über einem Jahr, im August 2016, wurde Clara gefunden und nach tierärztlicher Diagnose mehrerer Tumore im Bauch und einem bösartigen Hauttumor an der Nase war uns schnell klar, dass die alte Katze vermutlich von ihren Besitzern „entsorgt“ worden war. Nie hat sich trotz intensiver Suche jemand nach ihr erkundigt. Dabei war Clara ein wahrer Schatz und schnell der Liebling ihrer Pflegemama Sandra Lautner, die sich liebevoll um Clara kümmerte.
Obwohl die Prognose der Ärzte anfangs nur wenige Monate lautete, schenkte das Schicksal Clara noch über ein Jahr, das sie bei Sandra voller Fürsorge verbringen durfte, dort sogar noch kleine Ausflüge in den Garten genoss und es ansonsten liebte, intensiv mit ihr und den anderen Pflegekatzen zu kuscheln.
Doch in den letzten Tagen ging es Clara spürbar schlechter und sie signalisierte, dass ihre Zeit gekommen war. So entschieden wir, diese wunderbare Katze nicht leiden zu lassen. Sie sollte so würdevoll gehen dürfen, wie sie gelebt hatte.
Wir danken Clara für die Zeit, die sie bei uns war und werden sie sicher niemals vergessen! Danke auch an Sandra Lautner, dass Du sie bis zum Ende begleitet hast!

Zweiter Hilfs-Einsatz im Tierheim Amberg

Statt Halloween zu feiern, waren wir am 31. Oktober 2017 nochmals mit vier Leuten einen Tag lang im Tierheim Amberg, um die Mitarbeiter zu unterstützen, die dort Unglaubliches leisten! Ein Großteil der über 7000 Tiere aus dem beschlagnahmten Massentransport ist inzwischen zwar auf andere Tierheime und Organisationen des Deutschen Tierschutzbundes verteilt, doch sind noch immer mehrere tausend Mäuse verblieben, die dort täglich zu versorgen sind.

Wir halfen dabei, gespendete Käfige herzurichten und Mäuse aus den großen Gehegen in kleinere Gruppen aufzuteilen.

Auch durften wir bei der Reinigung der Kaninchengehege mitmachen. Die Haltung der Kaninchen in Amberg ist für ein Tierheim vorbildlich. Vermittlung erfolgt, wie bei uns, nur nach Vorkontrolle und in Gehegehaltung.

Schmuse-Ratten Betty und Wilma

„Hallo da draußen, wir sind Betty und Wilma! Findet Ihr uns knuffig? Wir wissen schon, manche Menschen ekeln sich vor uns Ratten, sagen, wir wären nichts wert. Das macht uns immer ganz traurig, denn wir kriegen das nämlich alles mit, weil wir so klug sind!
Naja, irgendwer, so hoffen wir jedenfalls, wird sich bestimmt in uns verlieben. Unsere Pflegemama hier ist auch schon ganz beglückt, denn sie kuschelt viel mit uns und wir sind da sehr dankbar.

Eigentlich mögen wir Ratten ja gern Gesellschaft von mehr Artgenossen und leben in großen Gruppen. Doch irgendwie haben wir beide uns überlegt, dass es zu zweit doch auch recht angenehm ist. Deshalb waren wir dort, wo wir zuvor gelebt haben, oft ganz schön fies zu den anderen. Bis die Pflegemama dort sagte, jetzt ist Schluß, wenn wir uns nicht benehmen, dann bleiben wir halt zu zweit. Deshalb gibt uns die Tierhilfe Weidenberg auch ausnahmsweise nur so im Doppelpack weg, wenn auf der Stelle keine anderen Ratten sind. Außer die Menschen dort hätten ganz viel Erfahrung und würden uns helfen, dass wir besser mit einer großen Gruppe zurecht kommen.

 Wir sind im März diesen Jahres geboren, also noch zwei flotte junge Mädels. Übrigens lieben wir auch Kinder. Also keine ganz kleinen natürlich, so mindestens ab Schulalter, das wäre okay. Viele sagen ja, wir sind die besten Haustiere für Kinder überhaupt.
Also, überlegt es Euch. Ihr dürft uns sicher auch besuchen und kennenlernen, schreibt doch einfach der Tierhilfe Weidenberg.

Wir freuen uns auf Euch. Eure Betty und Wilma.“

 

Hilfsaktion fürs Tierheim Amberg

Wir kehrten am Abend des 22. Oktobers spät heim nach einem Tag voller tief bewegender Eindrücke! Mit drei Leuten durften wir das Tierheim Amberg besuchen, wo letztes Wochenende der Massentransport mit über 7000 Kleintieren aufgenommen wurde. Was die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer dort seither leisten, ist unermesslich! Dabei geschieht dort alles in ruhiger und freundlicher Atmosphäre, als wäre ein Fall diesen Ausmaßes alltäglich. Erst, wenn man sich wie wir selbst ein Bild gemacht hat, kann man erahnen, was dort passiert! Dabei wurde ein Großteil der Tiere bereits auf andere Tierheime umverteilt.

Wir konnten heute in Amberg nur einen winzigen Beitrag leisten, haben einige der gespendeten Käfige mit hergerichtet, beim Verteilen der Ratten und Mäuse geholfen und dabei ein paar der schlimmsten Fälle der noch vorhandenen Tiere separiert, um sie später mitzunehmen.
Derzeit werden die Tiere nur an Tierheime und Vereine abgegeben, die, wie wir, Mitglied des Deutschen Tierschutzbundes sind. Auch sind sie behördlich noch nicht frei gegeben.

Wir haben schließlich 10 der Ratten für unsere Pflegestelle bei Krissy Müller mitgenommen, die aufgrund ihrer eigenen Ratten-Notstation erfahen genug ist, die teils kranken und auch trächtigen Tiere entsprechend zu versorgen.
Auch eine hochträchtige Mäusemama durfte mit uns kommen und kann auf unserer Pflegestelle in Ruhe ihre Babys bekommen. In der stressvollen Enge der Käfige dort, hätten die Kleinen mit Sicherheit keine Überlebenschance gehabt.

Die Spendenbereitschaft für das Tierheim Amberg nach dem Notfall war enorm, mit Rattenfutter beispielsweise ist man dort derzeit gut versorgt. Was jedoch dringend noch benötigt sind Mäusefutter und -käfige (mit kleinem Gitterabstand oder Nagarien). Wer hier noch helfen kann, bitte direkt mit dem Tierheim in Verbindung setzen.
Ansonsten freuen auch wir uns über eine Geldspende, um unsere neuen Pfleglinge versorgen und auf eine Vermittlung vorbereiten zu können. Auf unserer Amazon-Wunschliste findet man auch Zubehör und Spezialfutter, was wir dringend benötigen. Wir danken allen, die mit helfen, dass auch die Kleinsten adäquat versorgt werden!

 

Hamster-Großeinsatz

Kürzlich erreichte uns die Anfrage von Eva Rogler unseres befreundeten Tierheims in Selb, ob wir bei einem besonderen Fall helfen könnten. Im Juli diesen Jahres hatte das Kreisveterinäramt Troisdorf bei Köln über 3000 Hamster und 200 Vögel aus einem illegalen Transport beschlagnahmt, die in der Folge an Hilfsstationen deutschlandweit verteilt werden musten. Einige hundert Hamster kamen ins Mäusea-Asyl nach Dachau, von wo aus das Tierheim Selb welche aufnehmen und vermitteln wollte.
Natürlich sagten wir zu, hier zu unterstützen und starteten einen Aufruf. Vier Endstellen für die kleinen Nager konnten wir in kurzer Zeit finden und zwei Pflegestellen zur Verfügung stellen.
Zu aller Tragik kam in der Zwischenzeit noch der Mega-Notfall mit über 7000 beschlagnahmten Tieren in Amberg dazu, auch hier heißt es, Zusammenhalt im Tierschutz zu signalisieren und Hilfe bereit zu stellen. Durch die Übernahme von Kleintieren auf unseren Pflegestellen und Vermittlungshilfe können wir die beteiligten Tierheime wenigstens ein kleines Stück entlasten.
Am Donnerstag, 19. Oktober 2017, war es so weit, der Hamster-Transport setzte sich in Bewegung und Eva Rogler fuhr mit insgesamt 15 Tieren von München nach Selb. In Bayreuth hatten wir die Übergabe unserer Hamster vereinbart. Die kleinen Dsungaren-Hybriden, allesamt Weibchen, hatten die Fahrt bis dahin gut überstanden und wurden von ihren neuen Besitzerinnen sowie den Pflegestellenbetreuerinnen schon in Empfang genommen. Sogar ein Pressefotograf begleitete die Aktion, da der Nordbayerische Kurier nächste Woche darüber berichten möchte.
Unsere beiden Vermittlungstiere werden in Kürze auf unserer Vermittlungsseite vorgestellt und können dann nach Absprache auf den Pflegestellen kennengelernt werden.

 

Große Katzenfang- und -kastrationsaktion

Am 26.09.2017 wurden wir zu einer alleinstehenden Gaststätte im Landkreis Bayreuth gerufen. Dort wurden schon seit mehreren Wochen Streunerkatzen angefüttert, um eine Fangaktion zu erleichtern. Die Katzen wurden mit Futter in einen Raum im Keller gelockt, wo unsere ehrenamtlichen Helfer sie, mit Hilfe von Keschern und kratz- und beißfesten Handschuhen sichern konnten. Insgesamt wurden 10 Katzen gefangen, davon 4 Kitten im Alter von 6 – 10 Wochen (die nun auf unseren Pflegestellen untergebracht werden und auf neue Dosenöffner warten) und 6 ältere und sehr verwilderte Tiere, die nach Kastration und notwendiger tierärztlicher Versorgung, wieder auf der Futterstelle ausgesetzt werden.

Leider ist diese nicht die einzige unserer Fangaktionen in diesem Sommer, ähnliche mit zum Teil sogar mehr Katzen sind am Laufen, oft werden wir zu einzelnen Fundtieren oder Muttertieren mit Kitten gerufen.